Infoabend „Flüchtlinge in Brück“

Bitte weitersagen!

Am 02. März um 19:30 Uhr veranstalten wir einen Informationsabend im Brauhaus „Em Hähnchen“ (Olpenerstr. 873) in Brück.

Moderiert von Jürgen Wiebicke, werden Vertreter der Stadtverwaltung, der Caritas und Flüchtlinge zu Wort kommen und für Ihre Fragen zur Verfügung stehen. Begleitet wird das Ganze von einem bescheidenen musikalischen Rahmenprogramm.

2 Kommentare

  1. Armenius Teutoburg

    Nur ein paar Fragen:

    Warum werden nicht die Verantwortlichen für diese Seite benannt ?

    Nutzungsänderung Flehburg: Hier entsteht durch die Nutzungsänderung ein weiteres Flüchtlingsheim in Brück ! Hierdurch wird m.E. der Beschluss des Rates der Stadt Köln von der Verwaltung ausgehebelt !

    Belegung der Flehburg: In der Flehburg sollen bis zu 90 alleinstehende Männer aus Afrika untergebracht werden ! Diese Entscheidung ignoriert das mit dieser Situation einhergehende Risikopotential bezogen auf die Sicherheit der unmittelbaren Anwohner und übrigen Bürger von Brück. Frage am Rande: Werden eigentlich nur alleinstehende Männer politisch verfolgt, keine Frauen oder Familien ?

    Kosten der Anmietung: Die Kosten der Anmietung oder Nutzungsüberlassung betragen ohne Nebenkosten rd. 3.000 Euro pro Tag, d.h. rd. 1 Million Euro pro Jahr ! Einschl. Nebenkosten und sonstige Kosten des Unterhalts der Einrichtung belaufen sich auf rd. 2 Mio. Euro pro Jahr. Zusätzlich ist noch das Asylantengeld in Höhe von rd. 300 Euro pro Person und Monat zu berücksichtigen. Insgesamt also rd. 2,5 Mio. Euro ! Vor dem Hintergrund der Finanzlage der Stadt Köln muss dieses Geld durch Einsparungen an anderer Stelle (Schulen, Kindergärten, Infrastruktur etc.) generiert werden. Wieviele Asylanten kann Köln sich noch leisten ? Ich finde, es ist an der Zeit, dass die Unterstützer des derzeitigen Asylrechts/Asylverfahrens, welches immer mehr als Schlupfloch für illegale Wirtschaftsflüchtlinge genutzt wird, endlich mal Lösungen aufzeigen sollten, wie das Ganze überhaupt noch zu finanzieren ist und wie die Defizite, die in anderen Bereichen durch Umwidmung von Finanzmitteln entstehen, kompensiert werden sollen.

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    1. Redakteur

      Lieber Arminius Teutoburg,

      dass Sie sich als Pseudonym für Ihren Beitrag ausgerechnet Arminius ausgesucht haben, der nach der Schlacht am Teutoburger Wald als „Befreier Germaniens“ in die Geschichte eingegangen ist, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

      Da die Themen, die Sie aufwerfen, trotz mancher polemischer Zuspitzung möglicherweise auch Menschen interessieren, die in aller Offenheit und unter ihrem eigenen Namen unterwegs sind, veröffentlichen wir Ihren Text und antworten gerne.

      Sie fragen:

      Warum werden nicht die Verantwortlichen für die Website „WinBrueck“ benannt?

      Sie werden, und zwar in voller Übereinstimmung mit den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften. Insofern geht die Frage, die offensichtlich den Eindruck erwecken soll, bei der Flüchtlingsinititiative seien dunkle Kräfte am Werk, ins Leere. Von der evangelischen Pfarrerin über Studenten bis zu pensionierten Akademikern sind weit über hundert Menschen aus Brück und Umgebung dabei – mit Klarnamen, aber ohne Chef. Ob das Ganze demnächst in die Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins gegossen wird – mal sehen.

      Flüchtlinge im Hotel an der Flehburg?

      Ob bei der Entscheidung die Zuständigkeiten von Verwaltung und Politik beachtet worden sind, sollten Sie mit den dort Verantwortlichen klären. Sicher ist: Flüchtlinge waren an der Entscheidung nicht beteiligt. Unsere Initiative auch nicht. Trotzdem fühlen wir uns mit verantwortlich für die, die kommen.

      Wer kommt in die Flehburg?

      Vermutlich allein stehende Männer. Die allgemeine Lebenserfahrung spricht allerdings nicht dafür, dass allein stehende Männer per se ein besonderes Risikopotenzial darstellen.

      Dass Menschen in Brück, erst recht diejenigen, in deren unmittelbare Nachbarschaft jetzt so viele Flüchtlinge einziehen, verunsichert sind und dass es mancherlei Ängste gibt: Verständlich. Und ein wesentliches Argument dafür, dass alle, die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, die Hilfsorganisationen und die Brücker Bürgerinnen und Bürger das ihre dazu tun, dass die neue Situation auf keiner Seite zu untragbaren Belastungen führt.

      Werden nur Männer politisch verfolgt?

      Nein – die weltweit steigende Verfolgung aus politischen, ethnischen oder religiösen Gründen sowie Armut, Gewalt und Terror richten sich gegen Menschen, egal welchen Geschlechts und Alters. Alle, die zu uns kommen, müssen die Chance haben, dass ihrer Geschichte zugehört wird. Und denen, die bleiben, müssen wir Chancen und Wege eröffnen, Teil unserer Gesellschaft zu werden.

      Sind unsere Kindergärten und Schulen schlechter, weil die Zahl der Flüchtlinge steigt?

      Nein! Deutschland gehört zu den wohlhabendsten Ländern dieser Erde. Wenn wir trotzdem bei der Versorgung mit Kindergartenplätzen oder den Bildungsausgaben nicht an der Spitze rangieren, liegt das nicht an den Flüchtlingen, sondern an politischen Entscheidungen, in denen andere Prioritäten gesetzt werden. Und wenn Kommunen wie die Stadt Köln unter großen Druck geraten bei der Aufgabe, Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen, ist die Verantwortung nicht bei denen zu suchen, die in ihrer Not bei uns Schutz und Hilfe suchen.
      Die Weichen für eine angemessene Flüchtlings- und Asylpolitik werden nicht am Pohlstadtsweg und an der Flehburg gestellt, sondern im Kölner Rathaus, in Düsseldorf, Berlin und Brüssel.

      Erlauben Sie noch ein kleines Zitat eines österreichischen Autors, das wir bedenkenswert finden: „So viele Flüchtlinge, sagen die Menschen. So wenig Menschen, sagen die Flüchtlinge“. Wir wünschen uns, dass es in Brück anders wird.

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