Somalischer Nachmittag in Köln-Brück

Am 23. April fand zum zweiten Mal für unsere neuen somalischen Nachbarn in Brück ein gemeinsamer Nachmittag statt. Unterstützt wurden wir wieder von Amanuel Amare von Migrafrica sowie Hamza und Mahad als unermüdliche Dolmetscher. Ganz besonders freuten sich die somalischen Jungs über den Besuch von fünf Frauen des Deutsch-Somalischen Freundschaftskreises (Bonn), die eine Fülle von somalischen Speisen mitgebracht hatten.

Nachdem beim letzten Mal die Wünsche, Träume und Vorstellungen der Somalis im Mittelpunkt standen, ging es diesmal um unsere eigenen Erwartungen. Angelika Köster-Legewie als Moderatorin betonte, dass wir voll und ganz die finanzielle Unterstützung der Flüchtlinge befürworten, dass sich daraus allerdings auch die Verpflichtung ergibt, sich in Deutschland einzubringen. Dazu gehört ganz besonders das Erlernen der deutschen Sprache, also der Besuch von Sprachkursen. Außerdem wurden die für sie aussichtsreichsten Berufsfelder abgesteckt. Dass ein ungeklärter Aufenthaltsstatus nicht demotivieren sollte, konnte Amanuel aus eigenen Erfahrungen eindrucksvoll belegen. Schließlich musste er ganze 16 Jahre auf seinen eigenen Ausweis warten.

Fritz Bilz trug einige grundlegende Verhaltensweisen für ein friedliches Miteinander in Deutschland vor und wurde dabei tatkräftig von den somalischen Frauen unterstützt. Sowohl die in Deutschland aufgewachsenen Mahad und Hamza als Vorbilder, als auch die engagierten Frauen waren wesentliche Garanten für den Erfolg des Nachmittags. Die oft noch sehr jungen somalischen Männer waren sichtlich angesprochen durch die geballte Kraft, Aufmunterung und Ermahnung der Mütter! Das tolle Essen brachte ihnen ein Stück Heimat nach Brück und noch lange nach der Veranstaltung standen alle in angeregtem Gespräch beieinander.

Und als es dann doch ans Aufräumen ging, staunten die Frauen nicht schlecht: Alle Männer packten mit an. Das Schlusskompliment ging an die Initiative: „Die habt ihr aber gut erzogen!“

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